Trends. Ciao Universal- Coaching. Hello Midterm- Mentoring

Für die "Kenner" unter Ihnen sind Coachings, Workshops, Seminare und sonstige Formate geläufig. Was sich allerdings dahinter verbringt, gleicht nicht selten einer Wunderlampe in einer Blackbox. D.h. den richtigen, effektiven Methodenmix zu einem bestimmten Zeitpunkt mit der richtigen Emotionalität und Intensität im Prozess zu treffen, stellt auch die meisten Coaches, Trainer und Berater vor eine Herausforderung mit oft schwachen bis unzufriedenstellenden Ergebnissen.



Fangen wir mal so an. Ganz ehrlich, wen ödet es nicht schon an, wenn Sie aus 1 Kilometer schon hören, dass sich jemand Coach, Speaker oder Consultant schimpft?! Eine neue, nicht- inflationäre Betitelung muss her, sonst ist der Markt komplett verbrannt. Nennen wir den Trend einfach mal "mid- oder longterm Mentoring". Diese Bezeichnung hat alles, was man braucht, "um alten Wein im neuen Schlauch" zu liefern oder eine "neue Sau durchs Dorf zu treiben"'! Eine Prise Anglizismen, ein Hauch von Altbekanntem aus den USA und fertig ist das Unwort 2025!!! Wer beim Begriff des Coaching bleiben möchten, gerne. Nun Weiter mit einem ersten Blick, der in weitern Blogbeiträgen weiter gewürdigt wird.


Oder um das Ganze an Fakten zu messen und später nachzugoogeln:

- Der Coaching- Bedarf ist auch in Deutschland enorm und steigt weiter.

- Consultants, gerade die ganz Großen, werden stark gebucht, um Optimierungen, Rationalisierungen, Transformierungen und "Verschlimmbesserungen" vorzunehmen

- Menschen mit therapeutischen Themen suchen aus Termin- und Therapeutenknappheit stattdessen Coaches auf

- Speaker gibt es auch mit steigender Tendenz, gerade online nehmen Webinare extrem zu


Und jetzt mal zu nur drei anderen Fakten, die Sie durch Erfahrungen gerne nacherleben dürfen, weil Sie, gerade Sie nicht alles glauben dürfen, was Coaches, Speaker und Consultants Ihnen angedeihen lassen möchten, gerade, wenn Sie nachstehende Aspekte unberücksichtigt gelassen haben:

- Die meisten Coaches haben 1-3 Ausbildungen und noch weniger an Erfahrung in Jahren gemessen. Falls doch, fragen Sie konkret nach den notierten Coachingstunden, den Themen und den Erfolgsquoten und warten Sie die Reaktion des Coaches ab. Bedenken Sie dabei, dass bei 10.000 Stunden eine gewissen Professionalität vorausgesetzt werden kann. Die Wahrscheinlichkeit für ein gelungenes Coaching steigt dann enorm an.

- Es wächst der Markt an Coaches, weil auch das Ausbildungsangebot wächst. Nicht aber der Fähigkeit der neu ausgebildeten Coaches Vertrieb oder Marketing für sich zu betreiben, so dass die fürs anfängliche Üben mit Coachees ausbleibt, so auch die Erfahrung, um einfach besser zu werden. Und irgendwann vergisst der frischgebackene Coach noch die Inhalte aus seiner Ausbildung. Siehe auch Vergessenskurve nach Ebbinghaus!

- Einer meiner Lieblingspunkte, der bei Coaches ausbleibt (bei Speakern und Consultants ist dieser Punkt nachrangig zu betrachten) ist die eigene Integrität, Zentriertheit, Klarheit oder Weisheit. Soll heißen, jeder Coach sollte einigermaßen eine reine, weiße Weste haben und zumindest schon einen Teil seiner "Leichen aus dem Keller" geholt haben. Das wiederum bedeutet, jeder Coach sollte die Reise ins ICH gemacht, seine Vergangenheit weitestgehend emotional verarbeitet haben, sich über seine Zukunft im Klaren sein, seine Werte beim Coaching priorisiert, seine Unterscheidungsmerkmalen zu allen anderen Wettbewerbern herauskristallisiert und als "Marke" deklariert haben.


Die Quintessenz für Sie ist nun ganz genau auf die Vita des Coaches zu achten, ihn nach Absprache kurz zu interviewen wie z.B. nach Referenzen fragen, damit Sie als Coachee ein gutes Gefühl im Erstgespräch (am besten bis zu 30 Min. kostenfrei) empfinden können.


Nach der Kurzanalyse fragen Sie ruhig nach der Vorgehensweise des Coaches, denn irgendeinen groben Plan muss er ja schließlich haben nach dem Gespräch.


Letztlich fragen Sie noch für was genau der Coach die Coaching- Einheit bepreist. Geht er rein nach Zeit oder nach Resultat vor? Letztere Typen sind die stärksten und besten Coaches, weil Sie sich auf reine Ergebnisse spezialisiert haben. Sie stehen für: "Keine Gegenleistung, dann auch keine Leistung". Das kann sich ein Anfänger- Coach oder mittelguter Coach nicht leisten...gerade dann, wenn er nur davon lebt!

Die Coaches, die auf Zeit arbeiten können auch ihren Job gewissenhaft und wertvollen gestalten, benötigen i.d.R. aber mehr Zeit, weil Sie eben auf Zeit bezahlt werden.


Ausserdem kommt es auch immer auf die Abrede zwischen dem Coach und Ihnen an. Wenn Sie z.B. Impulse für Job oder Partnerschaft benötigen und im Coaching neue Perspektiven entdecken und diese in der Nachwirkung sogar neue Lern- und Lehransätze in Ihnen einige Wochen später verursachen, dann hat sich eine Coachingeinheit für 60 Min. für ca. 120- 180 Euro gelohnt. Denn besser gezielt bei Bedarf in meinen Lebensfortschritt 180 Euro zu investieren, als 5-7 Jahre auf der Stelle zu treten und 1/6 - 1/8 meines aktiven!!! Lebens (zwischen 25- 65 Jahren) vergeudet zu haben.


Alles eine Frage des Geschmacks und der Vorbereitung. Gehen Sie es an, wenn Sie möchten!









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